Franzbrötchen -nicht nur eine Hamburger Leidenschaft

Kommentare 1

Ich liebe Franzbrötchen. Südlich von Hamburg habe ich sie noch nie gefunden. In Hamburg findet man sie überall. Klassisch sind sie mit Zimtzucker gefunden, aber es gibt allerlei Varianten wie Marzipan, Schokolade, Obst, Nusscreme. Am Hauptbahnhof in Hamburg gibt es einen Franzbrötchenstand -alle möglichen Variationen sind da zu bekommen… Zum Glück haben sich die Franzbrötchen aber auch nach Norden gen dänische Grenze ausgebreitet. Am liebsten sind mir Franzbrötchen mit Zimtzucker, am allerliebsten noch lauwarm.

2014-13-03_Franzbrötchen3-580x378

Einer unser Bäcker macht sie so, wie sie mir am besten schmecken. Zimtzucker ist nicht Zimtzucker. Aber letztens war ich ganz enttäuscht -sie haben nicht mehr so geschmeckt, wie ich sie geschmacklich abgespeichert habe… Selber backen ist gar nicht so einfach. An der Form übe ich immer noch, aber geschmacklich habe ich es ENDLICH hinbekommen. Zig Versuche, diverse Rezeptinspirationen bin ich durchgegangen. Ich weiß nicht, wieso ich nicht früher darauf gekommen bin, aber Plunderteig war die Idee. So wird der Teig schön blättrig…, sonst habe ich immer nur normalen Hefeteig benutzt. Und man benötigt vieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeel Zimtzucker. Ich fand mich bei meinen ersten Versuchen schon sehr großzügig mit der Zimtzuckermenge, aber nach dem Backen gar nicht mehr. Und direkt unter den Zimtzucker gehört auch keine weiche Butter, sondern eben zwischen die Teigschichten.

Mein jetziges Rezept hat bei allen Herren dieses Hauses reißenden Absatz gefunden. Letztens habe ich eine Freundin zum Franzbrötchen-Essen in den Strandkorb geladen. Ich war kurz noch unterwegs -und als ich nach Hause kam, war gerade noch ein Franzbrötchen übrig…

2014-13-03_Franzbrötchen4

Probiert es aus!

Franzbrötchen (7 Stück)

Teig:

  • 250g Mehl
  • 4g Trockenhefe
  • 60g Zucker
  • 50g weiche (!) Butter
  • 125ml lauwarme Milch
  • 1 Prise Salz

Füllung:

  • 80g kalte Butter
  • 80g Zucker
  • 1 EL Zimt

Alle Zutaten für den Teig vermengen, bis ein glatter, recht weicher Teig entstanden ist. Diesen abgedeckt 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Anschließend erneut durchkneten und zu einer 1cm dicken Platte ausrollen (etwas kleiner als ein Backblech). Die Hälfte der Teigplatte mit der in dünne Scheiben geschnittenen kalten Butter belegen, die andere Teighälfte, darüber klappen, Ränder andrücken und erneut zu einer Platte ausrollen. Nun die Platte zu einem Drittel in die Mitte falten und das gegenüberliegende Drittel hierüberklappen, so dass eine Dreischichtung entsteht. Diese kleiner Platte kurz in den Kühlschrank stellen, dass die Butter wieder kalt werden kann. Anschließend erneut den Teig zu einer knapp Backblech-großen Platte ausrollen, sehr großzügig mit Zimtzucker bestreichen und zu einer Rolle von der schmalen Seite her fest aufrollen. Diese nun in etwa 7 Teile schneiden (ja, hierbei fällt ein wenig Zimtzucker heraus) und auf ein Blech legen. Um die typische Franzbrötchenform zu bekommen, drückt man nun mit einem Holzlöffelstiel mittig den Teig ein, so dass das Innere der Schneckenrolle heraustritt. Da auch damit Zimtzucker heraustritt, kann dieser beim Backen karamellisieren, was zum typischen Geschmack des Franzbrötchens führt. Daher sollte man diesen Schritt auf dem Blech durchführen, dass nicht zu viel Zimtzucker verloren geht.

Bei 200°C (Umluft) etwa 12-15 Minuten backen.

Am besten noch lauwarm genießen, schmecken aber auch komplett ausgekühlt noch himmlisch.

2014-13-03_Franzbrötchen2

Kommentar 1

  1. Pingback: Große Zimtliebe: Snickerdoodle Cake oder einfach saftiger Rührkuchen mit Zimtzuckerkruste – Family Cookies

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.