Zucker, Zimt und Sterne -das neue Buch von Jeanny by ZuckerZimtundLiebe

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Längst wollte ich Euch dieses Buch vorgestellt haben! Heute ist es endlich soweit! Aber vielleicht ist der späte Zeitpunkt perfekt für alle, die noch Weihnachtsgeschenke suchen?

Der Hölker Verlag hat mir das Buch “Zucker, Zimt und Sterne” von Jeanny Horstmann zur Rezension geschickt! Den Blog ZuckerZimtundLiebe kennt Ihr sicherlich, wenn nicht, werft einen Blick auf ihn! Es war einer der ersten deutschsprachigen Foodblogs, die ich kennengelernt habe. Das 1.Buch dieser Foodbloggerin erschien im Januar diesen Jahres und nun war ich gespannt auf das Weihnachtsbuch. Ich liebe diese Jahreszeit und frage mich, wann ich all die tollen Rezepte ausprobieren soll, hat man doch seine eigenen Klassiker, die auch gebacken, gekocht werden sollen.
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Zucker, Zimt und Sterne ist ein ganz persönliches Buch. Es ist klein, aber fein. Die Aufmachung ist sehr hochwertig und geht bis ins kleinste Detaill, die Photos ein Augenschmauß! Ich wette, dass ganz viele Leute allein aufgrund der Aufmachung des Buches es kaufen! Selbst wenn man nicht selber backt oder kaum, dieses Buch ist auch einfach zum Anschauen schön und macht sogar als Adventsdekoration etwas her! Fast alle Photos hat die Autorin selber gemacht -wunderschön! Damit Ihr wißt, was ich meine, habe ich Euch einige Seiten photographiert:

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Selber mag ich Bücher lieber, wenn sie einen festen Einband haben und nicht noch einen losen dazu. Das liegt aber an meiner Art zu backen und die Sorge, dass er dabei verrutschen und Risse bekommen könnte. Aber mit “einfach abnehmen” lässt sich das Problem schließlich lösen. Und die Darstellung ” Bild(er) links, übersichtlicher Text rechts” ist genau mein Ding.

Bei diesem Buch habe ich einen anderen Ansatz als bei “Ordentlich backen” gewählt. Ich habe es fast komplett nachgebacken, um zu schauen, ob die Rezepte auch zu Hause so gelingen wie abgebildet. Was soll ich sagen, teils, teils. Ich meine, dass ich selber viel backe und viele Kniffe raus habe, viel mir denken kann. Aber bei so einigen Rezepten -wie z.B. den leckeren Lollis oder Maccaron-Pilzen – hätte ich mir ein paar genauere Anweisungen gewünscht, damit das Ergebnis so schön wird, wie es bei Jeanny geklappt hat. Die Lolli-Masse z.B. habe ich dann in Silikonförmchen gegossen (so wurden sie zwar dicker, aber wenigstens nicht noch mehr Phantasieformen), die Pilze waren nicht so gleichmäßig und hübsch wie im Buch. Trotzdem sahen sie süß aus, auch wenn ich die Photos nicht mehr finde 😉

Aber die eigentliche Erkenntnis aus meiner Großbäckerei war, dass Geschmäcker wirklich völlig verschieden sind! Da ich nicht aufgehen wollte wie ein Hefekuchen, habe ich natürlich meine Backwaren mit vielen geteilt -Freunde, Nachbarn, die Kinder haben Kostproben mit zum Sport genommen usw. So habe ich mir gleichzeitig eine breite Meinung einholen können. Den Eierlikörkuchen habe ich solange (und zwar fast täglich) nachgebacken, bis die Flasche leer war -mein Ältester war der größte Fan dieses Rezeptes und führte das neue Lob “Bombe” ein. Dagegen schieden an den Printen sich die Geschmäcker. Ich liebe Printen, aber habe noch nie ein richtiges Rezept gefunden. Frisch aus dem Ofen, noch warm, fand ich sie am besten und dann (wie im Buch beschrieben) erst nach einigen Tagen wieder, wenn sich die Gewürzaromen entfaltet haben. Die Testgruppe jedoch war absolut konträrer Meinung -von “super” bis “nimm’s als Fischfutter” war alles dabei!

Persönlich haben mich die Schokoladenpanettone und der Orangen-Marzipan-Stollen überrascht und richtig überzeugt. Sie sind meine Highlights aus dem Buch! So saftig, so lecker -auch noch nach Tagen. Ich hatte kurz gezögert, ob ich sie wirklich backe, ob ich sie womöglich dann alleine essen müßte, aber von wegen. Auch hier gilt: wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Die Panettone war so lecker und überhaupt nicht trocken (wie gekauft oft) und der Stollen eine Offenbarung.

Mit nur 25 Rezepten ist es ein kleines Buch. Andererseits hat man aber einen großen Plätzchenteller, eine nicht geringe Auswahl an Kuchen und kleinen Leckereien -wenn man alles für Weihnachten, die Adventszeit backt. Es ist eben Jeannys Auswahl, man nimmt es ihr ab, dass es Ihre Traditionsbäckerei für die schönste Jahreszeit ist. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es eben keine Rezepte für neue Gebäcksensationen sind, sondern Rezepte, die man irgendwie kennt. Aber in welchem Weihnachts-Rezeptbuch, welcher Weihnachtszeitschrift ist das nicht so? In diesem Buch sind die Rezepte aber doch oft eine Nuance anders, habe eine spezielle Note. So findet man z.B. nicht Vanillekipferl, sondern Schokokipferl, in den “einfachen Ausstechplätzchen” sind gemahlene Pistazien drin, die Mini-Cheesecakes haben einen Spekulationsboden, die Weihnachtsschokolade zerbrochene Zuckerstangen.

Nachdem in ihrem ersten Buch einige Rezepte im Blog schon vorher veröffentlicht waren, habe ich von den neuen keines finden können. Einige Sachen kannte ich von einem Bild aus “Post aus meiner Küche”, aber das lässt schließlich darauf schließen, dass sie die Sachen wirklich zur Weihnachtszeit backt (oder es waren schon Vorbereitungen für dieses Buch, bevor man wußte, wie erfolgreich das noch nicht erschienende würde). Dies finde ich gut, denn ich erinnere mich noch gut an den Kommentar einer Freundin zum ersten Buch, dass man sich bei so vielen bekannten Rezepten das Buch nicht kaufen müsse und schon gar nicht zu dem Preis. Auch ich möchte -zumindest in kleinen Büchern- gerne neue Rezepte finden. Sollte es mal ein Gesamtwerk geben, würde ich die Highlights aus dem Blog natürlich auch gerne darin finden. Aber aus meiner Nachbackerei weiß ich nun zu gut, dass sich da die Geister scheiden werden, was Highlights sind und was nicht 😉

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Wirklich gut beim Nachbacken haben übrigens die Angaben zu Zutatenmengen sowie Backzeit und Temperatur gepasst (nur bei den schokolierten Cranberries nicht, da muss mehr Schokolade ran, dass die Berge so aussehen, wie im Buch, s. Photo). Im ersten Buch waren mir viele Rezepte viel zu süß. Das war dieses Mal überhaupt nicht der Fall -auch wenn man sicher die Zuckermengen noch reduzieren kann. Aber ein bisschen süss soll Weihnachtsgebäck (und nicht nur das) schließlich auch sein dürfen! Jeder Backofen backt anders, meiner ist schneller als viele andere, aber quer durch die Rezepte war es die gleiche Variable und nicht mal hier doppelt so lang oder dort halb so lang und dann wieder fünf Minuten kürzer, länger usw.

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Den Preis finde ich persönlich bei diesem Buch jedoch zu hoch. Mit 14,95€ liegt er im oberen Preissegment für den Umfang des Buches. Es ist ein Buch für Liebhaber, die sicher den Preis auch zahlen. Das Buch ist einfach zu schön gemacht. Aber um es noch z.B. zu einem anderen Geschenk einem Back-Bücher-Liebhaber dazuzugeben, ist es einen Tick zu teuer. Auch gibt es viele Bücher und Zeitschriften in diesesm Segment, die unter 10€ liegen und ebenfalls ansprechend sind und vielleicht noch mehr Rezepte bieten. Vielleicht lässt sich da bei Folgebüchern etwas machen? Das Frühstücksbuch ist ja bereits für Januar angekündigt… Ich bin sehr gespannt!

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Einen ganz lieben Dank an den Hölker-Verlag, der mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat und mir die Zeit zum Nachbacken gegeben hat!

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