Kuchentraum: Anglefood-Cake mit Vanille -und kein Eiweiß mehr im Tiefkühlschrank

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Als ich Kind war, gab es in der Fastenzeit nichts Süßes. Nur an den Sonntagen, denn die gehören nicht dazu. Heute nehme ich es nicht mehr so streng damit, habe mir aber auch für dieses Jahr etwas für die Fastenzeit überlegt: Vorräte aufbrauchen, darunter auch die im Tiefkühlschrank. Einfach mal essen, was da ist und nicht nur das, worauf man gerade Lust hat. Einfach mal ein Gericht kombinieren aus dem, was die Vorräte hergeben. Da ich fast alleine bei uns die Einkäufe tätige und koche, ist das relativ einfach umzusetzen. Und es ist ja nun auch nicht so, dass nichts in den Regalen, im Kühl- oder Tiefkühlschrank lagern würde… Und Obst, Gemüse und andere frische Produkte werden natürlich noch gekauft. Aber eben nicht neue Saucen, Naschis (Süßigkeiten), Backzutaten, bestimmte Pasta etc. Da gehen die „Ladenhüter“ wie Bonbons vom Rummelpott, nicht sooo leckere Cracker u.v.m. auch mal weg. Ich backe auch weiterhin -nur eben nicht nur Brownies. Dafür bräuchte ich Kuvertüre und diese ist mittlerweile wirklich aufgebraucht. Unser Mittlerer liebt bekanntlich Crème Brûlée -da bleibt immer 4x Eiweiß übrig. Dieses lässt sich hervorragend einfrieren. Und so haben sich diverse Dosen mit Eiweiß im Tiefkühlschrank gestapelt (und die Schublade mit leeren Dosen wurde immer leerer). Letztens habe ich Euch schon einen leckeren Schokoladenkuchen vorgestellt, aber es waren immer noch Eiweiße tiefgefroren. Und so kommt nun das nächste eiweißlastige Rezept, nämlich ein Anglefood-Cake. SO LECKER! Gefunden habe ich das Rezept bei Jusataste, versehen mit dem Hinweis, dass man dann nie wieder ein anderes Anglefoodrezept ausprobieren möchte. Richtig! Ich habe schon ein paar probiert, immer nicht überzeugend, dies sollte der letzte Versuch sein. Und voilà, das ist es: dieser Vanillegeschmack, am besten mit Erdbeeren (und Erdbeersauce bei den Herren des Hauses) -ein Traum! In der Tat, ich habe nun mein Rezept für Anglefood-Cake gefunden. Und das eingefrorene Eiweiß ist nun auch restlos aufgebraucht! Es müßte mal wieder Creme brûllée geben 😉

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Anglefood Cake

  • 6 Eiweiß
  • 3/4 Tasse sehr feiner Zucker (zur Not kurz mit dem Pürierstab feiner mahlen, kein Puderzucker)
  • 20ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 3/4 TL Cream of tartar (habe ich im Internet bestellt -zur Not Weinstein Backpulver)
  • 1/2 Tasse Mehl
  • 1 TL Kartoffelstärke

Backofen auf 175°C vorheizen. Eiweiß, Wasser, Vanilleextrakt und Cream of Tartar 1 Minuten mit dem Mixer vermengen. Die Hälfte des Zuckers zugeben und weiterschlagen, bis Spitzen auf dem Eischnee entstehen. Mehl, Stärke und restlichen Zucker vermengen und über den Eischnee geben, vorsichtig unterheben und in eine NICHT eingefettete Anglefood-Form (hier habe ich meine gekauft) geben.

Bei 175°C 35 Minuten backen.

Form auf den Kopf stellen (,damit der Kuchen nicht zusammenfällt) und auskühlen lassen. Ausgekühlt aus der Form lösen und mit Obst und Fruchtsauce servieren.

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Tipp:

Statt einer Anglefood-Form könnt Ihr auch einfach eine Springform von 20cm Durchmesser benutzen und in die Mitte ein backtaugliches Glas mit der offenen Seite nach unten stellen.

 

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